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 Ausführlicher Bericht über den Tiermedizinischen Kongress des FCI in Nitra (Slowakei) während der Olympiade...
Nachricht gesendet Donnerstag, 21. Februar 2013

Die Sitzung wurde vom Vize-Präsidenten des FCI, Herrn Horst Menzel (Deutschland) eröffnet, der die anwesenden Zuhörer von Herzen willkommen hieß und anschließend das Wort sofort an Dr. Ludger Kamphausen (Deutschland) übergab. Dieser wies auf die Gefahr einer neu entdeckten Krankheit bei Tauben hin, die durch Protozoen hervorgerufen wird, die Sarkosporidien genannt werden und die allmählich immer mehr bei Tauben vorkommt.

Es sind vor allem Greifvögel wie Habicht (62%) und Sperber (71%), die von diesen Parasiten befallen sind und sie auch verbreiten. Diese parasitäre Krankheit ähnelt stark einer Infektion mit Kokzidien. Sarkosporidien können nur in feuchten und nassen Ausscheidungen überleben. Wenn eine Taube davon befallen ist, kann man vorher bereits einen inneren Befall durch Würmer feststellen.

Ihr Diener, The Lost Son, in guter
Gesellschaft während einer Party
in Osteuropa.
Ihr Diener, The Lost Son, zusammen
mit Herrn Jilly BERTALAN, Meister-
Dozent an der Universität Szent
István (GÖDÖLLŐ) und ein wichtiger
Berater des FCI, entlang der 33.
Congress FCI während der
Olympiade in NITRA (Slowakei)

Es sind vor allem Zuchttauben und Tauben, die in nicht überdachten Volieren leben, die dieser Gefahr ausgesetzt sind. Die ersten Krankheitserscheinungen kann man erst 14 Tage nach der Infektion sehen. Aber wenn Tauben Ausscheidungen eines Greifvogels, die stark mit Oozysten durchsetzt sind, aufnehmen, können sie bereits 7 bis 10 Tage nach der Infektion sterben. Bei einem geringen Befall muss man jedoch 10 bis 30 Tage warten, bevor die ersten chronischen Symptome wahrgenommen werden können. Erst 40 bis 50 Tage nach der Infektion treten Drehhälse und Gleichgewichtsstörungen auf, worauf kurz darauf der Tod eintreten kann. (Es gibt also eine starke Ähnlichkeit mit einer Paramyxovirusinfektion.) Sarkosporiden nisten sich vor allem in den Muskeln und im Gehirn ein. Die große Gefahr dieser Krankheit besteht darin, dass bei einer Kotuntersuchung von durch Sarkosporiden infizierten Tauben der Befund negativ bleibt. Tauben können jedoch überleben, wenn sie mit Toltrasulin, Amproleum, Sulfametroxin (schädlich für die Mauser) oder Clazuril behandelt werden. Natürlich ist es viel besser, wenn man Vorsorge trifft, indem man Außenvolieren überdacht. Kranke Tauben können mit Futter und Wasser versorgt werden, wobei der Zusatz von Elektrolyten, vor allem bei wässerigem Kot, sehr zu empfehlen ist. Es wird auch dazu geraten, regelmäßig gegen Kokzidien zu behandeln und zu desinfizieren. Und natürlich darf auch mindestens einmal jährlich die Paramyxo-Impfung nicht vergessen werden.
Obwohl in Deutschland bisher wenig Fälle gemeldet wurden, betreibt man zur Zeit ernsthafte Untersuchungen, um herauszufinden, wie weit sich diese Krankheit bereits verbreitet hat. Soweit der Vortrag von Dr. Ludger Kamphausen, der mit Applaus bedacht wurde.

Dann übernahm Dr. Henk de Weerd das Wort, der über den Ornithose-Komplex sprach, der bei den Taubenkrankheiten immer mehr zunimmt. Er sprach ausführlich über Herpes, Chlamydien, Mikoplasmen, Haemophylus und Circo-Viren, die normalerweise alle kombiniert vorkommen. Vor allem bei Jungtauben wirkt sich diese Krankheit negativ aus und ist sehr gefährlich, wenn auch noch E.Coli und Trichomonaden dazukommen. Die ersten gut erkennbaren Symptome bei dieser Krankheit sind: niesen, gähnen, röcheln, feuchte Augen, rote Kehlen, dunkle Nasenwarzen mit Absonderung von Sekret, aber auch eine einseitig trockene Augenentzündung. Ferner lässt die Kondition zu wünschen übrig, und man sieht raue und beschmutzte Federn und schließlich das am häufigsten auftretende Problem: abstehende Federchen rund um die Ohren. Sind die Tauben dann auch noch mit dem Herpes-Virus infiziert, findet man im Schnabel häufig auch einen gelben Belag. Man hat auch ganz klar festgestellt, dass diese Krankheit von einer Taube auf die andere übertragen wird. Der Sprecher sagte aber auch, dass Ornithose durch die Verabreichung von Spyramycin, Lincospectin und Doxyciclin zu heilen ist.
Bemerkenswert ist auch noch, dass Jungtauben für gewöhnlich durch infizierte Elternpaare mit dem Komplex angesteckt werden, und nicht selten stellt man diese Krankheit bei Jungtauben von 5 bis 6 Wochen fest, die oftmals daran auch sterben können. Die Heilung dauert normalerweise mehr als drei Wochen. Infizierte Jungtauben sollte man besser nicht trainieren oder spielen, sondern sie zu Hause behalten, sodass sie sich erholen können. Wer das nicht berücksichtigt, wird sehr viele Jungtauben verlieren, und das nicht nur am Haus sondern auch auf den Flügen, weil sie den Weg nach Hause nicht mehr finden.
Ein unterschwelliges Symptom bei Ornithose ist der so genannte trockene Schnupfen, der sehr schwer festzustellen ist. Dazu kommen ein geschwollener Kopf und natürlich auch die abstehenden Federchen rund um die Ohren. Heilung ist nur durch eine ununterbrochene Kur von 2 bis 3 Wochen möglich. Laut dem Sprecher soll Herpes zusammen mit Mycoplasmen (nasse Augen) sehr einfach zu behandeln sein. Trotzdem können jedoch Herpes, Chlamydia und E.coli im Verein mit anderen Krankheiten die Tauben stark beeinträchtigen.
Schauen wir uns auch die inneren Ursachen, die genetischen Eigenschaften der Tiere, ihren allgemeinen Zustand und ihre Empfindlichkeit an: So weiß man zum Beispiel, dass die Tauben der Familie Janssen sehr empfänglich für Trichomonaden sind. Auch das Alter der Tauben spielt natürlich eine wichtige Rolle. Ihr natürliches Immunsystem, das sich ändern kann, spielt sicher auch mit, ohne dabei die allgemeine Kondition zu vergessen.
Schauen wir uns nun die äußeren Ursachen an: Die Umgebung, in der die Tauben leben. Der Schlag spielt eine große Rolle. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, eine zu starke Luftzufuhr mit Zugluft und dazu Übervölkerung sind ein nicht zu vernachlässigendes Problem bei der Kondition der Tauben. Letztendlich muss man dann doch eine Behandlung durchführen, am besten mit Antibiotika mit grampositiver und gramnegativer Wirkung. Wie bereits gesagt, können dafür Lincospectin, Spyramycin und Doxyciclin eingesetzt werden. Aber vergesst nicht und merkt es euch gut: Mit Antibiotika können keine Viren bekämpft werden. Doch kann man damit unter diesen Bedingungen die natürliche Widerstandsfähigkeit der Tauben erhöhen.
Zum Schluss erzählte der Gastredner noch, dass das Circo- und Herpes-Virus in der Vergangenheit bei Tauben ein großen Problem war, das aber heutzutage längst nicht mehr so gefährlich ist, vorausgesetzt, man passt auf und gibt den Tauben eine gute Versorgung, die mit einer Fütterung einhergeht, die dem Zeitpunkt und der Notwendigkeit angepasst ist.
Soweit der sehr interessante Vortrag von Dr. Henk de Weerd, für den er reichlich Beifall bekam.

Inzwischen NICHT vergessen um die
entwöhnte Jugendlichen zu helfen:
"BIO DUIF" sorgt für
eine gute Darmflora.

Letzter Redner in der Reihe war ein Wissenschaftler, der die Firma PHARMAGAL BIO vertrat. Bei dieser Firma handelt es sich um eine anerkannte und zuverlässige Firma aus der Slowakei. Weil vor etwa drei Jahren bei den Tauben in der Slowakei gehäuft Symptome auftraten, die stark einem Befall mit Salmonellen und E-Coli ähnelten und die durch mangelhafte Hygiene und Stress noch erhöht wurden, betätigte sich PHARMAGAL BIO auf dem Gebiet der Forschung und entwickelte ein paar Impfstoffe, die gegen Paramyxo, Salmonellen, Coli, E-Coli, Stress und das gefürchtete Herpes-Virus wirksam sind. Vor allem bei Jungtauben, die sehr empfänglich für die verschiedenen Viren sind, soll dieser slowakische Impfstoff ein Segen sein. Dagegen meldete Dr. Henk de Weerd starke Bedenken an, weil er der Meinung ist, dass Viren sich schnell verändern und es darum nutzlos wäre, neue Impfstoffe dagegen zu entwickeln.
Wir bleiben jedoch dabei, und das ist unsere persönliche Meinung, dass der Einsatz dieses Impfstoffs bei Jungtauben es wert ist, einmal ausprobiert zu werden. Wir haben nur positive Reaktionen darüber gehört und das nicht nur von Züchtern aus der Slowakei selbst, sondern auch aus Ungarn und einigen anderen Ländern des Ostblocks wurde uns der Gebrauch von COLUMBA, einem inaktiven Impfstoff gegen Paramyxo, empfohlen. Auch SALMONAC, ein inaktiver öliger Impfstoff gegen Salmonellose wurde empfohlen. Außerdem auch DIFTOPHARM, ein gefriergetrockneter Lebendimpfstoff gegen Vogelpocken bekam eine günstige Beurteilung. Aber worum es eigentlich ging und worüber wir nichts als Lob hörten, war PHARMAVAC COLUMBI 2, ein nicht aktivierter öliger Impfstoff gegen das Paramyxo-Virus und das Herpes-Virus bei Tauben. Die genannten Produkte werden alle von PHARMAGAL BIO hergestellt.
Das Problem, das es dabei geben wir, ist folgendes: „Wie können wir an diese Impfstoffe gelangen?“ Das ist sicherlich eine Aufgabe für alle unsere kompetenten Taubentierärzte. Hoffentlich können und dürfen wir dabei auf sie zählen.
Damit beende ich meinen ausführlichen Bericht. Vielleicht können Sie das eine oder andere daraus lernen und behalten.

Inzwischen wünsche ich Ihnen das Allerbeste

Ihr Diener

THE LOST SON


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